Besuch im Top End von Australien

Zum ersten Mal seit knapp einem Jahr setzten wir unsere Füsse wieder auf australischen Boden. Wir verbrachten ein verlängertes Wochenende in Darwin und profitierten von der Tatsache, dass das Top End von Australien näher bei Singapur als bei Sydney liegt.

Kakadu National Park

Im hohen Norden verläuft alles noch etwas ruhiger und gemächlicher als im übrigen Teil von Australien. Wer inmitten von gefährlichen Krokodilen, regelmässigen Zyklonen und tausende von Kilometern von der nächsten, grösseren Stadt entfernt lebt, lässt sich im Alltag nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Die grosse Hitze trägt sicherlich auch noch ihren Teil dazu bei, dass Hektik in dieser Region fehl am Platz ist. Obwohl dieses Kriterium trotz ähnlichem Klima auf Singapur nicht zutrifft.

Darwin wirkt trotz seiner 100,000 Einwohnern klein und provinziell. Es gibt weder Staus noch überfüllte Einkaufszentren und Quartiere; stattdessen mehr Grünflächen und Bäume als Einwohner. Die Bevölkerung ist dank den vielen Backpackern, dem grossen Militärstützpunkt und der geografischen Nähe zu Asien jung und durchmischt. Diese Kombination führt zu einer aufgestellten, entspannten und freundlichen Atmosphäre.

Neben Darwin besuchten wir auch noch den wegen seiner seit hunderttausenden von Jahren unberührten Natur und den Felsmalereien weltbekannten Kakadu National Park, welcher einige hundert Kilometer südöstlich liegt. Nach der stundenlangen Fahrt durch unbewohnte Landschaften und einsame Wild-West Weiler erwartete uns ein eindrückliches, dank Regenzeit in voller Blüte stehendes Naturschauspiel. Nur ein ausgewachsenes Krokodil wollte uns auf der Flusssfahrt keines begegnen. Offensichtlich ist das in dieser Jahreszeit normal, da die bedrohlichen Tiere dank der Wassermassen viel grossflächiger verteilt sind. Unserer Freude tat dies keinen Abbruch.

Zurück in Darwin genossen wir hervorragendes Essen und Wein, kitschige Sonnenuntergänge und von der Sonne verbrannte Küstenabschnitte. Hunderte grössere und kleinere Meerfische schwammen uns in der Abenddämmerung in einer kleinen Bucht um die Beine und frassen uns aus den Händen. Nur zu gerne wären wir in den einladenden Ozean gesprungen, um unsere verschwitzten Körper abzukühlen. Doch leider kann dieser Spass in Darwin während dieser Jahreszeit tödlich sein; nicht nur wegen den gefrässigen Krokodilen, sondern vor allem wegen den hochgiftigen, unsichtbaren Quallen. Und so musste die Hoteldusche für Abkühlung sorgen. Alternativ gäbe es in Darwin auch noch eine durch ein Netz vom offenen Meer getrennte Lagune inklusive Wellenmaschine. Oder verschiedene, natürliche Süsswasservorkommen, wo sich weder Quallen noch Krokodile tummeln.

Was für Gegensätze zu Singapur: Es tat gut, den Grossstadtdschungel fuer einige Tage mit dem natürlichen Dschungel zu tauschen. Klare Luft, stahlblauer Himmel (obwohl die Regenzeit eigentlich noch gar nicht vorbei ist), intensive Farben und trockene(re) wenn auch nicht kühlere Luft. Selbst das asiatische Essen schmeckte uns dank den frischeren Zutaten und den grösseren Portionen sogar noch besser als in Singapur. Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass uns die Rückkehr in den Stadtstaat nicht ganz leicht fiel.

Bilder von Darwin gibt’s hier

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