Happy New Year / Bericht aus dem Landleben

Gemeinsam mit unseren beiden schweizerisch-neuseeländischen, englischen Freunden aus Singapur, zwei erwachsenen Kindern, dem Grossvater aus der Schweiz und weiteren „Besuchern“ verbrachten wir herrliche Weihnachten auf der kleinen Farm in Waikouaiti. Via Schotterstrasse etwa fünf Minuten ausserhalb des Dorfes gelegen, befindet sich diese inmitten der für die Region charakteristischen, grünen, weichen Hügel. Die letzten Meter führen durch einen kleinen Wald, bevor man auf dem Vorplatz des Landhauses im englischen Stil ankommt. Nachbarn sind weder sicht- noch hörbar, stattdessen wird man von Vogelgezwitscher und Baumrauschen unterhalten; Entspannung pur.
Neben einem Garten mit Gemüse und Kräutern sind auch Katzen, Schafe und Hühner auf dem Landsitz zuhause. Wie für ein solches Anwesen üblich, gibt es immer etwas zu tun: Jäten, Rasenmähen, Putzen, Aufräumen, Hühner füttern, Schafe scheren (oder in unserem Fall Schafhaare schneiden) und Einkaufen in der weit entfernten Stadt: Dunedin liegt ungefähr 50 Kilometer südlich und ist mit dem Auto in einer halben Stunde erreichbar. Auf der Fahrt wird man mit einer herrlichen Landschaft, Blick auf das Meer und wenig Verkehr belohnt, bis man schliesslich von einem stattlichen Hügel kommend in die grüne Universitätsstadt an einer grossen Bucht eintaucht. Bis heute bleibt es gut erkennbar, dass diese Region grösstenteils von schottischen Auswanderern besiedelt wurde. Nicht umsonst wird die Stadt dank der zahlreichen historischen Gebäude auch Edinburgh des Südens genannt.
Nach dem Auspacken der Geschenke verbrachten wir den Weihnachtstag wie für Neuseeland üblich am Strand. Dieser liegt nur fünf Minuten von der Farm entfernt und würde die Aufnahme in das Standardwerk „Traumstrände dieser Welt“ problemlos schaffen. Sichelförmig, flach, sieben Kilometer lang und von grün überwachsenen Gesteinsformationen umrandet lädt der einsame Sandstrand zum Baden, Surfen, Rennen und Laufen. Nur die Wassertemperaturen passen nicht ins Paradies. Mit Neopren-Anzug und Bodyboard war es trotzdem ein Genuss.
Mittlerweile haben wir die Farm wieder verlassen und die eindrückliche, aus den „Lord of the Rings“ Filmen bekannte Berglandschaft von Central Otago besucht. Staunend durchfuhren wir die beinahe menschenleere Gegend unter dem mächtigen Himmel. Mondlandschaften wechselten sich mit Weingütern, verlassenen Wild-West-Weilern, grünen, Oasen gleichenden Dörfern, Schluchten und zackigen Bergspitzen ab; goldene, verdorrte Wiesen, saftig grüne Felder, schwarze Felsen, blauer Himmel, tiefhängende Wolken, Regenfronten am Horizont, eine Überforderung für die Sehnerven. Jetzt wird es langsam Zeit, dass wir uns die weltbekannten Filme doch noch anschauen.
Via der Abenteuer-Hauptstadt Queenstown (Geburtsstätte des Bungy Jumping und Heimat so ziemlich aller Abenteuer-Sportarten der Welt) und den südlichen Alpen ging es Richtung Mackenzie Country weiter. Diese Hochebene mit Blick auf die verschneiten Alpen ist ähnlich atemberaubend wie Central Otago. Insbesondere die türkisblauen Seen vor dem goldenen Hintergrund der trockenen Landschaft haben es uns angetan. Solche Farben sieht man sonst nur auf stark bearbeiteten, mit passenden Filtern aufgenommenen Bildern.
Silvester feierten wir auf einem Campingplatz in Fairlie, komplett mit Neujahrsfeuer und schottischer Dudelsackband. Wir wünschen euch ein beeindruckendes, erfolgreiches, gesundes und spannendes 2013!
PS: Bilder folgen später, sobald wir das nächste Mal über eine schnellere Internetverbindung verfügen.

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