Nasser Abschied von der Südinsel

Obwohl wir mit dem Verlassen der Westküste das stürmische Wetter hinter uns lassen wollten, ist es uns seit diesem Moment auf den Fersen. In Hanmer Springs, einem Thermalkurort in den Bergen, wurde unser Camper zwar nicht weggeblasen, aber von den Sturmböen arg durchgeschüttelt. Bange verbrachten wir jene Nacht auf einem lokalen Campingplatz unter mächtigen Bäumen, darauf hoffend, dass diese dem Wind standhalten würden. Glücklicherweise fielen nur einzelne, kleine Äste auf unser dünnes Plastikdach über dem Kopf.

An der Ostküste angekommen liessen wir den Regen zumindest für eine Weile hinter uns. In Kaikoura erlebten wir einen traumhaften, beinahe kitschigen Tag mit strahlend blauem Himmel, türkisblauem Meer und letzten, weissen Schneeflecken auf den unmittelbar dahinter liegenden Bergspitzen. Etwas weniger intensive Windböen begleiteten uns zwar nach wie vor, doch damit konnten wir in dem für Whale und Delphin Watching bekannten Ort gut leben; besser als mit den sintflutartigen Regenfällen, welche die Sturmböen ablösten, als wir Nelson ganz im Norden der Südinsel ansteuerten.

Diese Region gilt als die sonnigste, klimatisch angenehmste des Landes. Wir lernten sie von einer anderen Seite kennen: Flüsse traten über die Ufer, Felder waren überschwemmt, gewisse Strassen unbefahrbar. Letzte Nacht wurden die Campervans einiger Touristen von einem plötzlich über die Ufer tretenden, reissenden Fluss weggeschwemmt; glücklicherweise ohne Verletze (siehe Zeitungs-Artikel). Wir übernachteten in der gleichen Region, erwachten aber auf einigermassen trockenem Boden.

Trotz der Wassermassen ist die Schönheit dieser Gegend unverkennbar. Verästelte Fjords, dichter Wald, traumhafte, goldene Sandstrände, kristallklares, bläulich schimmerndes Wasser (selbst bei Regen), dazu frische Muscheln und weltbekannte Weine. Hoffentlich ergibt sich eine Möglichkeit, irgendwann bei besserem Wetter zurückzukehren und im Abel Tasman National Park oder den Marlborough Sounds zu wandern, kajaken und übernachten.

Morgen werden wir die Südinsel in Picton mit der Fähre verlassen und knapp dreieinhalb Stunden später in Wellington eintreffen. Wir hoffen auf besseres Wetter und eine ruhige See.

–> Bilder

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