Auckland und Wellington

Die erste Arbeitswoche brachte ich erfolgreich hinter mich. Erstaunlich wie man sich auch nach einer längeren Pause wieder nahtlos in den Alltag einfügt. Es macht Spass, ein neues Umfeld und eine neue Branche kennenzulernen. Insbesondere der Besuch eines Spitals in Whangarei (ca. zweieinhalb Autostunden nördlich von Auckland) machte mir bewusst, dass ich nun definitiv nicht mehr in der Finanzbranche tätig bin. Ein schönes Gefühl, im Gesundheitswesen einen kleinen Beitrag leisten zu können.
Ich wurde an meinem neuen Arbeitsplatz in Auckland mit offenen Armen empfangen. Mit Stolz und Freude heisst man mich in Neuseeland willkommen. Man zeigt mir Arbeitsergebnisse und fragt mich nach meiner Meinung. Man möchte von meiner Erfahrung profitieren und stellt neugierig Fragen. Hier scheint man gegenüber Neuankömmlingen noch offener zu sein, als an unseren bisherigen Destinationen.
Auckland fühlt sich riesig und international an mit einem unverkennbaren pazifischen und asiatischen Einfluss. Seine Strassen sind überfüllt und der öffentliche Verkehr bescheiden. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass man sich in einer riesigen Metropole befindet, sondern eher in einer Ansammlung von Dörfern und Städtchen, welche von Vulkanen, Parks und einem wunderschönen Hafen unterbrochen wird. Mit Ausnahme des Bankenviertels wird das Stadtbild von ein- oder zweistöckigen Eigenheimen mit Garage und Garten rund um das Haus geprägt; der neuseeländische Traum. Doch wenn Auckland weiterhin so rasant wächst wie bisher, werden die Einfamilienhäuser wohl bald von Apartmentblocks abgelöst.
Wellington fühlt sich im Vergleich zu Auckland klein, ruhig, europäisch und teilweise provinziell an. So wie am vergangenen Wochenende, als wir am Freitag Abend kurz vor halb zehn Uhr Mühe hatten, ein Restaurant mit offener Küche zu finden. Oder so wie am Samstag Abend, als wir vor 10 Uhr abends plötzlich alleine im grossen Restaurant sassen und sanft gedrängt wurden (Abstelllen der Musik, nervöse Blicke), das Lokal doch endlich zu verlassen. Trotzdem oder gerade deshalb wissen wir Wellington zu schätzen. Die Atmosphäre ist äusserst entspannt und freundlich. Während man in Auckland nach 20 Minuten Fahrzeit von einem Stadtviertel ins nächste gelangt, befindet man sich in Wellington bereits im Grünen. Was für ein Privileg, beide Städte gleichzeitig kennenlernen zu dürfen.

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