Sommerferien in Neuseeland

Zuerst einmal wünschen wir euch ein gutes neues Jahr und dass ihr im 2015 einige eurer Träume erfüllen könnt!

Wir erhielten Besuch von meinen Eltern und verbrachten die Festtage bzw. unsere Sommerferien in Neuseeland. Nach wie vor fühlt sich diese Kombination falsch an. An Silvester im Sommer gewöhnt man sich gerne, doch Weihnachtsstimmung und Badehosen-Wetter vertragen sich schlecht. Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass sich unsere Wahrnehmung irgendwann noch ändern wird. Offensichtlich sorgen die Kindheitserinnerungen für eine lebenslange Assoziierung von Weihnachten mit Winterwetter. Nicht umsonst führt auf der nördlichen Hemisphäre bereits das Ausbleiben von Schnee am Weihnachtstag zu gewissen Irritationen.

Die Freude war riesig, als wir meine Eltern vor knapp vier Wochen in unserem neuen Zuhause begrüssten. Endlich konnten wir präsentieren, was wir in den vergangenen knapp zwei Jahren mit Fotografien zu vermitteln versuchten. Dank der tatkräftigen Unterstützung des Wetters mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen zeigte sich Wellington von seiner besten Seite.

Worser Bay Wellington

Worser Bay Wellington

Nach zwei kurzen Tagen in der Hauptstadt brachen meine Eltern mit einem Camper-Van und der Fähre in Richtung Südinsel auf. Etwas mehr als eine Woche später traf ich sie in Greymouth an der einsamen Westküste wieder. Dazu flog ich zuerst nach Christchurch und fuhr anschliessend im Mietauto für einige Stunden quer über die Südinsel und den wunderschönen Arthur’s Pass. Die Fahrt von Christchurch an die Westküste ist bei schönem Wetter jederzeit eine Reise wert; auch wenn es bei der Ankunft im nebligen Christchurch noch nicht danach aussah. Doch bereits nach kurzer Fahrt lichtete sich die graue Wolkendecke und gab den Blick frei auf grüne Wiesen, blauen Himmel und die dunklen Silhouetten der Berge im Hintergrund.

Arthur's Pass Road

Arthur’s Pass Road

Wie immer in Neuseeland dauerte es nicht lange, bis man sich auf der Bergstrecke im Hochgebirge wähnte. Die Baumgrenze ist einiges tiefer als in der Schweiz und lässt die Landschaft bereits in geringen Höhen alpin erscheinen. Gleichzeitig sind teilweise sogar die Strassen im Flachland eng und kurvig wie auf Alpenpässen was die Illusion zusätzlich vergrössert. Der Kontrast könnte kaum grösser sein, wenn man den Pass überquert: Plötzlich ist die Landschaft nicht mehr karg, sondern bewachsen und bewaldet. Dichter Regenwald bestätigt, dass man sich der niederschlagsreichen Westküste nähert. Es dauert noch eine ganze Weile bis man das schroffe Meer mit seinen von Sturmholz übersähten Steinstränden erreicht. Greymouth selbst war zu meiner Ankunft am Weihnachtstag völlig ausgestorben; mehr noch als an einem gewöhnlichen Tag.

Greymouth Beach

Greymouth Beach

Am nächsten Tag fuhren wir auf der eindrücklichen Küstenstrasse bis nach Westport, vorbei an den Pancake Rocks, einer Limestone Formation, welche an den gleichnamigen Frühstücksklassiker erinnert; zumindest mit ein wenig Phantasie. Erneut übernachteten wir auf einem Campingplatz in unmittelbarer Nähe zu Strand und Flughafen. Beides muss einem an der Westküste von Neuseeland nicht beunruhigen; sowohl Strandbesucher als auch Flugpassagiere treten relativ selten auf. Selbst während der Hochsaison findet man problemlos Platz. Die glorreichen Zeiten des Gold- und Bergbau-Booms sind definitiv vorbei.

Die Weiterreise durch die Buller Schlucht nach Nelson brachte uns aus der Einsamkeit zurück in die Massen: Entlang des Buller-Flusses machten wir zuerst Bekanntschaft mit Sandfly-Schwaermen. Von dort blieben nicht nur die schöne Landschaft, sondern auch die juckenden Stiche noch einige Zeit in Erinnerung. In Nelson erwarteten uns schliesslich Menschenmassen. Plötzlich suchten wir im Campingpark nicht mehr nach dem schönsten, sondern schlicht nach einem freien Platz. Anstatt mit dem Rauschen des Meeres wurden wir mit Lautsprecherdurchsagen beschallt. Fast wie in den Sommerferien in Europa. Und erneut befand sich der Platz direkt neben dem lokalen Flughafen. Im Vergleich zur Westküste machte sich dieser aber etwas häufiger bemerkbar.

Die Region um Nelson ist bei lokalen und internationalen Touristen äusserst beliebt. Es locken ein warmes, sonniges Klima, Weingüter und Boutique-Brauereien, gutes Essen sowie Strände mit goldgelbem Sand und türkisblauem Wasser. Landwirtschaftsgebiete wechseln sich mit schmucken Dörfern und Siedlungen am Meer ab. Und dann beheimatet diese Region auch noch den Abel Tasman National Park mit seinen zahlreichen, überwachsenen, meistens einsamen Buchten und kristallklarem Wasser. Dort wähnt man sich mitten in den Tropen, auch wenn man sich nur etwas mehr als 100 Kilometer von Wellington entfernt befindet. Wir verbrachten dort unsere letzte Camping-Nacht, spazierten eine kurze Strecke auf dem Abel Tasman Coast Track und kühlten uns in einer der Buchten ab.

Abel Tasman National Park

Abel Tasman National Park

Danach ging es zurück nach Wellington, wo wir Silvester feierten und die Region um die Hauptstadt erkundeten. Ausserdem verbrachten wir ein Wochenende in Martinborough und besuchten einige der dortigen Weingüter. Auch wenn sich dieser Ort nur etwas mehr als eine Stunde von Wellington entfernt befindet, fühlt man sich in einer anderen Welt. Nach der Überquerung der Rimutakas schnellt das Thermometer jeweils einige Grad in die Höhe und wird das saftige Grün durch verschiedene Gelb-und Brauntöne der trockenen, von der Sonne verbrannten Landschaft ersetzt.

Martinborough

Martinborough

Mittlerweile sind unsere Sommerferien leider bereits wieder vorbei uns meine Eltern zurück in der Schweiz. Wir haben es genossen und freuen uns auf das nächste Wiedersehen.


Weitere Bilder gibt es hier


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2 thoughts on “Sommerferien in Neuseeland

  1. Hi Christoph,

    Ich lese immer so gerne, was es bei Euch neues gibt und jetzt kann ich das nicht mehr. Wenn ich auf *mehr von diesem Beitrag lesen* klicke, kommt dass ich ne Webside kreieren soll/muss…..hast Du irgend einen Tip wie ich es trotzdem lesen kann?

    Liebe Gruesse

    Petra

    Kind Regards

    Petra Morcher

    HSEQ (Health Safety Environment Quality) Manager

    MTU Detroit Diesel Australia Pty Ltd.

    488 Blackshaws Road

    Altona North, VIC 3025

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    • Hallo Petra

      Offensichtlich wurde die Newsletter Funktion von WordPress.com angepasst. Auch andere Leser meldeten, dass sie nicht mehr auf den Beitrag zugreifen können. Ich habe eine Anfrage an den WordPress-Support geschickt und hoffe, dass der Link im Newsletter zukünftig wieder funktioniert.

      In der Zwischenzeit kannst Du via http://www.follow2c.com auf die Artikel zugreifen.

      Lieber Gruss
      Christoph

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